Das Problem einer schlechten Bonität betrifft viele Menschen, die finanzielle Schwierigkeiten haben. Zahlungsverzögerungen, unbezahlte Kredite oder Gerichtsverfahren können dazu führen, dass Banken die Kreditvergabe verweigern. Die Frage ist: Kann man einen Kredit erhalten, wenn die finanzielle Reputation bereits beschädigt ist?
Die Bonität spielt eine Schlüsselrolle bei der Kreditvergabe. Sie dient als eine Art „Pass“ des Kreditnehmers und zeigt seine Zahlungsfähigkeit und Disziplin. Wenn in der Historie häufige Zahlungsverzögerungen, Schulden oder nicht zurückgezahlte Kredite vorhanden sind, betrachten Banken und Mikrofinanzinstitute (MFIs) den Kreditnehmer als unzuverlässig. Dennoch gibt es Möglichkeiten, einen Kredit zu erhalten und das Vertrauen der Kreditgeber wiederzugewinnen.
Was ist eine „zerstörte“ Bonität und wie beeinflusst sie Kredite?
Eine „zerstörte“ Bonität bedeutet, dass die Akte eines Kreditnehmers erhebliche Verstöße enthält: langfristige Zahlungsverzüge (über 90 Tage), wiederholte Nichtzahlungen, Insolvenzen oder häufige Kreditablehnungen. In solchen Fällen lehnen die meisten Banken Anträge automatisch ab, da sie den Kunden als zu risikoreich einstufen.
Finanzinstitute analysieren die Bonität anhand mehrerer Parameter: Anzahl der aufgenommenen Kredite, Regelmäßigkeit der Zahlungen, Höhe der Schulden und bestehende Verpflichtungen. Bei erheblichen Zahlungsausfällen oder zahlreichen Kreditablehnungen wird es fast unmöglich, einen neuen Kredit zu erhalten. Mikrofinanzinstitute, Pfandleihhäuser und alternative Kreditgeber können jedoch Kredite mit hohen Zinssätzen und strengen Bedingungen anbieten.
Wenn die Bonität stark beschädigt ist, ist ihre Wiederherstellung nicht einfach. Regelmäßige Zahlungen, selbst in kleinen Beträgen, die pünktlich erfolgen, können jedoch allmählich die Reputation des Kreditnehmers verbessern. Die wichtigste Regel ist, so früh wie möglich mit der Korrektur des Kreditratings zu beginnen.
Schritte zur Wiederherstellung der Bonität: Wo anfangen?
Der erste Schritt ist die Begleichung aller überfälligen Schulden. Selbst wenn der Betrag gering erscheint, verringert seine Existenz die Wahrscheinlichkeit einer Kreditbewilligung. Es ist besser, mit den Gläubigern eine Umschuldung, eine Verringerung der Raten oder eine teilweise Schuldenstreichung zu vereinbaren. Jede Maßnahme zur Bestätigung der Zahlungsfähigkeit wirkt sich positiv auf zukünftige Finanzentscheidungen aus.
Dann sollte eine Bonitätsauskunft eingeholt und analysiert werden. In Deutschland können solche Berichte über die SCHUFA oder andere Auskunfteien bezogen werden. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass keine Fehler vorliegen, da fehlerhafte Daten das Rating verschlechtern können. Falls Ungenauigkeiten gefunden werden, sollte ein Antrag auf Korrektur gestellt werden.
Ein weiterer Ansatz ist der Einstieg mit kleinen Beträgen. Die Aufnahme kleiner Kredite und deren pünktliche Rückzahlung können helfen, das Vertrauen der Kreditgeber schrittweise wiederzugewinnen. Kreditkarten mit kleinen Limits und deren rechtzeitige Begleichung sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, das Kreditrating innerhalb von 6–12 Monaten zu verbessern.
Wie bekommt man einen Kredit mit schlechter Bonität?
Trotz der finanziellen Schwierigkeiten gibt es Möglichkeiten, selbst mit schlechter Bonität einen Kredit zu erhalten. Eine Option sind Mikrofinanzinstitute, die Kredite mit hohen Zinssätzen bewilligen. Der Hauptnachteil ist die Überzahlung, doch eine pünktliche Rückzahlung eines solchen Kredits kann sich positiv auf die Bonität auswirken.
Eine weitere Möglichkeit sind Kredite mit Sicherheiten. Banken und private Kreditgeber gewähren Finanzierungen, wenn der Kreditnehmer Immobilien, Fahrzeuge oder andere wertvolle Vermögenswerte als Sicherheit anbietet. In diesem Fall ist es jedoch wichtig, die Risiken sorgfältig abzuwägen, da eine Nichtzahlung zum Verlust des Eigentums führen kann.
Zusätzliche Alternativen sind Kreditkarten mit niedrigem Limit, Umschuldungsprogramme und Genossenschaftskredite. Einige Banken bieten spezielle Programme für Kreditnehmer mit schlechter Bonität an, verlangen jedoch zusätzliche Sicherheiten: Einkommensnachweise, Bürgen oder Versicherungen.
Wie verbessert man seine finanziellen Gewohnheiten, um zukünftige Probleme mit der Bonität zu vermeiden?
Der erste Schritt zur finanziellen Stabilität ist eine kluge Budgetplanung. Die Verfolgung von Einnahmen und Ausgaben hilft, unerwartete Schulden zu vermeiden. Es ist ratsam, einen Notfallfonds zu bilden und 10–20 % des Einkommens zurückzulegen, um im Notfall keinen Kredit aufnehmen zu müssen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vermeidung von Zahlungsverzügen. Selbst kleine Verzögerungen wirken sich negativ auf die Bonität aus. Automatische Zahlungen und Erinnerungen helfen, die notwendigen Beträge pünktlich zu überweisen.
Für langfristige finanzielle Stabilität wird empfohlen, Kreditmittel moderat zu nutzen. Kredite sollten ein Werkzeug und keine Belastung sein. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Schulden und pünktliche Rückzahlungen helfen, finanzielle Probleme zu vermeiden und das Vertrauen der Banken zu stärken.
Wie kann man die Chancen auf einen Kredit erhöhen und zukünftige Probleme vermeiden?
- Begleichen Sie alle überfälligen Schulden und arbeiten Sie an der Verbesserung Ihrer Bonität.
- Nutzen Sie verfügbare Finanzinstrumente wie Mikrokredite und Kreditkarten mit kleinen Limits.
- Überdenken Sie Ihre finanziellen Gewohnheiten: Planen Sie Ihr Budget, vermeiden Sie übermäßige Schulden und leisten Sie pünktliche Zahlungen.
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Fragen und Antworten
Ja, aber die Konditionen sind weniger vorteilhaft – hohe Zinsen, niedrige Kreditsummen und strenge Anforderungen.
Bei regelmäßigen Zahlungen und ohne neue Zahlungsausfälle dauert es zwischen 6 Monaten und mehreren Jahren, je nach Schwere der Verstöße.
MFIs, Pfandleihhäuser, private Kreditgeber sowie Banken, die spezielle Programme für Kreditnehmer mit niedrigem Rating anbieten.